Unsere Förderprojekte


Förderpreis Old for Old


Scheckübergabe Förderpreis Old for Old

v.l.n.r.: K. Laubmeier, Dr. A. Eder, Dr. T. A. Breidenbach, Prof. Dr. B. Kemkes

Bei älteren Menschen steigt das Risiko bei Nierentransplantationen erheblich. Das hat verschiedene Gründe: Die lange Wartezeit auf eine Transplantation stellt für alte Menschen eine besondere Härte dar. Daher standen bisher die Chancen schlecht, im Alter von 70+ noch eine Organspende zu erhalten. Vor dem Hintergrund der Alterung der europäischen Gesellschaften wurde das Eurotransplant Senior Programm (ESP) entwickelt, bei dem ältere Menschen gezielt für Menschen ihrer Generation Organe spenden können. Der Vorteil ist , dass sich die Wartezeit auf eine Transplantation erheblich verkürzen kann. Andererseits wird das Programm von Senioren sehr gut angenommen und hat zu einem deutlichen Anstieg älterer Spender geführt. Auch der mehrheitlich regionale Bezug verbessert die Chancen, da die Transportzeiten für das Organ niedriger sind.
Die Ottersche Stiftung unterstützte das Programm durch einen Förderpreis in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung für Organtransplantation, Region Bayern.

Postmortem kidney donation and transplantation in donors aged ≥65 years in Bavaria
Angelika Eder, Jutta Weiss, Pirjo Pardoe, Thomas Breidenbach

Verbesserung der Dialysetherapie


Das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation erhielt eine großzügige Spende, um durch die Anschaffung eines Ultraschallgerätes die lebensnotwendige Shunt-Funktion zu kontrollieren und eine effizientere Dialysetherapie durchführen zu können.

“Im Namen des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation möchte ich mich bei der Ottersche Stiftung für nephrologische Forschung ganz ausdrücklich und herzlich für Ihre großzügige Unterstützung unserer Arbeit bedanken. Schon jetzt ist klar, dass wir mit Ihrer Hilfe einen wesentlichen Fortschritt erzielen werden.“

(Prof. Dr. med. Johannes Mann, Klinikum München Schwabing)


Förderpreise für herausragende wissenschaftliche Arbeiten


Frau Prof. Dr. med. Brigitte Gansera konnte in ihren beiden publizierten Arbeiten belegen, dass chronisch dialysepflichtige Patienten herzchirurgisch behandelt werden können, wenn während der Operation bestimmte Bedingungen beachtet werden. In einer 5jährigen Langzeitbetrachtung konnte sie den positiven Langzeitnutzen darstellen.

"Blame it on Comorbidities": a 5 Year Follow-Up of 53 Chronic Dialysis Dependent Patients who underwent Cardiac Surgery
Oliver Deutsch, Nathalie Rippinger, Kyriakos Spiliopoulos, Walter Eichinger, Brigitte Gansera

In der zweiten Arbeit hat sie den Einfluss des Geschlechts bei herzchirurgischen Eingriffen von dialysepflichtigen Patienten untersucht. Hier ließen sich keine relevanten geschlechtsspezifische Einflüsse aufzeigen.

Cardiac Surgery in Dialysis-Dependent Patients: Impact of Gender on Early Outcome in Single-Center Experience with 204 Consecutive Cases
Oliver Deutsch, Kyriakos Spiliopoulos, Theodor Kiask, Elpiniki Katsari, Nathalie Rippinger, Walter Eichinger, Brigitte Gansera

Herzerkrankungen sind für fast 70% der Todesursachen bei Dialysepatienten verantwortlich. Frau Dr. med. Nathalie Rippinger konnte in ihrer Dissertation zeigen, dass herzchirurgische Eingriffe für Dialysepatienten gerechtfertigt sind, da in den meisten Fällen eine deutlich verbesserte Lebensqualität der operierten Patienten erreicht wird. Die 1-Jahresüberlebensrate war mit 82,5% vergleichsweise hoch und mit 50% nach 3 Jahren in einer Größenordnung, die den herzchirurgischen Eingriff rechtfertigt. Teile der Arbeit wurden bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie im Februar 2016 als Vortrag präsentiert, was die Bedeutsamkeit dieser Untersuchungsreihe unterstreicht.

Der herzchirurgische Eingriff bei Patienten mit dialysepflichtiger Niereninsuffizienz
Eine retrospektive Analyse von 204 Dialysepatienten im Kurzzeit-Follow-up und von 53 dialysepflichtigen Patienten im mittelfristigen Follow-up
Nathalie Sylvie Rippinger

Young for young - Studentische Initiative zur neutralen Aufklärung über das Thema Organspende


Scheckübergabe Förderpreis Young for Young

v.l.n.r.: cand. med. M. Li, Prof. Dr. B. Kemkes, cand. med. R. Sebisch

In Zusammenarbeit mit der Initiative Aufklärung über die Förderung von Organspenden der DSO will eine Gruppe von Medizinstudenten (Lokalgruppe München) verschiedene Projekte realisieren.

  • Wahlfach für Vorkliniker an zwei Wochenenden zum Thema Organspenden
  • Film bzw. Animationsvideo züber Organspenden
  • Schulvorträge über Hirntod und Organspende mit Diskussionen
  • Am Tag der Organspende Aufbau einer Organspendewand mit aufgehängten Organspendeausweisen an der LMU und TUM

Die Ottersche Stiftung für nephrologische Forschung unterstützte die Aktivitäten mit einer großzügigen Spende, welche die geschätzten Gesamtkosten der Studentengruppe (2017/2018) abdeckt.

Scheckübergabe Förderpreis Young for Young

v.l.n.r.: cand. med. M. Li, cand. med. R. Sebisch, Staatsministerin Dr. med. M. Huml

Die Ottersche Stiftung freut sich sehr über die Preisverleihung des von ihr geförderten Projekts zur Aufklärung über die Organspende. Die Lokalgruppe München konstituierte sich im Anschluss an die 18. Jahrestagung der Transplantationsbeauftragten im Bayerischen Landtag am 9. Juli 2018.


Organspendelauf im Englischen Garten in München


Etwa 12 000 Menschen stehen derzeit auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Drei Menschen täglich sterben auf den Wartelisten. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) veranstaltete einen Organspendelauf, um das Thema Organspende und Organtransplantation in den Focus der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Ottersche Stiftung für nephrologische Forschung unterstützte den Lauf mit einer großzügigen Spende.

Organspendelauf in München

v.l.n.r.: Prof. Dr. Anthuber Präsident (DGCH), Prof. Dr. Pohlemann Past-Präsident (DGCH), Prof. Dr. Kemkes (Ottersche Stiftung)